Mein Partner hat Erektionsstörungen – Was tun?

Wenn Erektionsstörungen auftreten, sind oftmals beide im Bett verunsichert. Es herrscht meist eine angespannte Stimmung und Männer ziehen sich dann gerne zurück.

Die Erektion des Mannes wird oftmals mit Potenz, Männlichkeit und Stärke gleichgesetzt. Wenn Erektionsprobleme auftreten, sind viele Menschen irritiert und besorgt. Was hinter Erektionsstörungen stecken kann und wie du ihn als Partnerin unterstützen kannst, erfährst du im Blogbeitrag.

Von einer Erektionsstörung spricht man, wenn der Mann Lust auf Sexualität hat aber keine Erektion oder eine sehr weiche Erektion bekommt und dies regelmäßig und länger als 3 Monate auftritt.

Auf die Erektion des Mannes haben viele Faktoren einen Einfluss. Neben medizinischen Faktoren gibt es ebenfalls psychische Faktoren, wie Stress oder Unsicherheiten.

Am Anfang einer sexuellen Beziehung kann es ebenfalls zu Erektionsproblemen kommen, welche sich mit der Zeit legen.

Durch das Anlegen eines Kondoms kann es bei einigen Männern zu einem Abfall der Erektionsfähigkeit kommen. Deshalb ist es für Männer ratsam, sich hin und wieder auch mit einem Kondom selbst zu befriedigen, damit sich der Penis an das Kondom gewöhnen kann.

Stress führt oftmals zu Erektionsproblemen. Dieser Stress kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst sein, von Arbeitsstress bis Stress in der Beziehung oder Stress wegen eines unerfüllten Kinderwunsches.

Nach einer wilden Partynacht mit viel Alkohol ist es normal, dass es nur schwer oder zu keiner Erektion kommt. Ebenfalls kann sich langfristiger Alkoholkonsum negativ auf die Erektionsfähigkeit auswirken.

 

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Medizinisch gesehen gibt es verschiedene Gründe, welche Erektionsprobleme auslösen können. Dieser Faktor nimmt im Alter zu.  Bei länger anhaltenden Erektionsproblemen ist es wichtig zum*zur Hausarzt*ärztin und zum*zur Urologen*in zu gehen.

 

Eine Erektionsstörung kann im schlimmsten Fall auf einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hindeuten.

Denn beides – die Erektionsstörung und der Herzinfarkt wird durch Gefäßschädigungen verursacht. Die Gefäße im Penis sind kleiner als die im Herzen, deswegen kann eine erektile Dysfunktion 2-5 Jahre vor einem Herzinfarkt oder Schlaganfall auftreten.

Medikamente gegen Bluthochdruck oder gegen Depression können ebenfalls eine Erektionsproblematik hervorrufen.

Wenn Erektionsprobleme aufgrund von Medikamenten auftreten, sollte als Erstes mit dem*der Arzt*Ärztin über das Problem gesprochen werden. Oftmals gibt es ein anderes Medikament, welches weniger auf die Erektionsfähigkeit Einfluss nimmt. Wenn es keine Möglichkeit gibt, das Medikament zu wechseln, hilft eine begleitende Sexualberatung oder Sexualtherapie, um neue lustvolle Wege für sich in der Sexualität zu entdecken.

paar streiten - kein verlangen mehr nach dem partner
Bei Erektionsproblemen sind oft beide sprachlos. (Foto: Pexels)

Umgang mit Erektionsproblemen des Partners als Frau

Viele Frauen wissen nicht, wie sie mit einer fehlenden Erektion umgehen sollen und beziehen dies im schlimmsten Fall auf ihre Attraktivität. Eine Erektion sagt nichts darüber aus, wie attraktiv dich dein Gegenüber findet. Wenn du deinen Partner verständnisvoll unterstützen möchtest, wenn Erektionsprobleme auftreten, dann nimm es nicht persönlich.

Wenn Probleme mit der Erektion auftreten, heißt dies nicht, dass die Sexualität beendet werden muss. Alles, was möglich ist und Spaß macht, darf getan werden.

Für viele Männer ist beim nächsten Geschlechtsverkehr auch ein Ortswechsel nach dem Ereignis „keinen hochbekommen zu haben“ hilfreich. Ein gemeinsames Schaumbad oder ein leckeres (erotisches) Essen zeigt ihm, dass du gerne mit ihm Zeit verbringst, egal ob mit oder ohne eine Erektion.

Manche fühlen sich bei Erektionsproblemen in ihrer Männlichkeit geschwächt, deswegen darfst du nach solch einer Situation zeigen, wie männlich und stark er für dich ist. Kleine Komplimente im Alltag können sein Selbstvertrauen steigern und wirken sich positiv auf eure Beziehung aus.

Wenn er darüber reden möchte, gib ihm den Raum über seine Probleme und Belastungen zu sprechen. Klischeehaft wollen Männer bei Problemen weniger darüber reden als Frauen. Das heißt, zwinge ihn nicht darüber zu sprechen, wenn er nicht möchte.

Niemand lässt sich gerne zu etwas drängen, sei es jetzt ein Gespräch oder zum*zur Arzt*Ärztin zu gehen. Bleibe geduldig und hole dir auf andere Art und Weise mit ihm deine Befriedigung. Ihr könnt nun als Paar ganz neue Seiten der Sexualität entdecken und erforschen. Macht euch auf eine lustvolle Reise und bleibt neugierig aufeinander.

Was du bei Erektionsproblemen nicht sagen solltest

„Das macht doch nichts, Schatz!“ „Du bist trotzdem ein guter Liebhaber.“ Manche Sätze wollen Männer einfach nicht hören, nachdem sie die Erektion verloren haben. Vor allem nicht, wenn sie nicht ernst gemeint sind. Manchmal ist es besser, eine Situation unkommentiert zu lassen und seiner Lust gemeinsam mit anderen Mitteln zur Befriedigung zu verhelfen. In einer ruhigen Minute ist es oft besser, über solche Situationen zu sprechen.

By the way, auch wenn du glaubst, du versuchst die Situation mit einem Witz zu retten, verstehen viele Männer dabei keinen Spaß. Bevor du also einen Witz darüber machst, sei dir sicher, dass er darüber lachen kann.

 

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Gelassenen Umgang finden

Wenn Erektionsprobleme vorübergehend auftreten, ist es wichtig, es gelassen zu nehmen. Wenn einmal die Erektion verloren gegangen ist und sich der Mann zu viel Stress deswegen macht, kann es passieren, dass es beim nächsten Mal wieder zu Problemen kommen kann. Durch den Druck und Stress kommt es erneut zu keiner Erektion. Das kann zu einer Abwärtsspirale führen. Der nicht-vorhandenen-Erektion wird zu viel Beachtung geschenkt.

Konzentriere dich bei der Sexualität auf ihn und nicht auf seine Erektion. Es kann mühsam sein, wenn Erektionsprobleme über längere Zeit andauern. Wenn aber der gemeinsame Fokus nur mehr auf der Erektion liegt und nicht mehr auf den lustvollen Gefühlen, wird der Druck für ihn noch größer.

Potenzmittel – Viagra & Co.

Der*Die Urologe*in kann bei Erektionsproblemen Potenzmittel wie Viagra, Cialis oder Levitra verschreiben. Diese können helfen, den Druck rauszunehmen und eine Sicherheit zu haben. Manchmal reicht es schon, wenn die Potenzpillen am Nachtkästchen liegen. Potenzmittel wirken nur, wenn der Mann auch Lust auf Sexualität hat.

Manches Mal braucht es aber mehr als ein paar Pillen. Deswegen bietet sich eine begleitende Sexualtherapie oder Sexualberatung bei einer erektilen Dysfunktion an.

Männer fühlen sich durch Erektionsprobleme oftmals verletzlich und ziehen sich gerne zurück. Aber genau das sollte man nicht machen. Denn der Druck wird größer und verdrängen hilft nicht.

Erektionsstörungen pillen
Potenzmittel können Sicherheit geben. (Foto Pexels)

Wenn Erektionsstörungen über längere Zeit anhalten, ist es vor allem bei Männern ab 50 wichtig sich durchchecken zu lassen.

Vor allem, wenn keine morgendlichen Erektionen mehr vorhanden sind, ist es wichtig zum*zur Arzt*Ärztin zu gehen. Wie oben schon beschrieben, können Erektionsprobleme Vorboten für einen Herzinfarkt sein.

Wenn medizinisch alles abgeklärt ist und vielleicht sogar eine Sexualtherapie oder Sexualberatung begonnen wurde, nehmt euch die Zeit, euch ganzheitlich lustvoll zu entdecken.

Wenn Erektionsprobleme vorübergehend auftreten, ist Gelassenheit deinerseits oftmals hilfreich. Denn, wenn alle Augen auf dem Penis liegen, ob er nun erigiert oder nicht, macht der Penis auch oftmals aus Protest nicht mit. Durch Alkohol, Stress oder viel Arbeit können gelegentliche Erektionsprobleme auftreten, welche sich durch einen gesünderen Lebensstil mit weniger Stress schnell legen können. Wenn regelmäßige Erektionsstörungen länger als drei Monate andauern, sollte es medizinisch abgeklärt werden.

Sexualität bietet viele lustvolle Momente, auch ohne Erektion. Probiert neue Dinge in der Sexualität aus, seid leidenschaftlich und habt vor allem Spaß.

Lustvolle Grüße Claudia

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Quellen:

https://www.netdoktor.de/symptome/impotenz/

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