Entspannen beim Sex: 10 Tipps, wie du deinen Kopf ausschaltest

Seinen Kopf auszuschalten und einfach zu entspannen beim Sex, stellt für viele Frauen eine große Herausforderung dar. Ich möchte dir 10 Tipps geben, welche wirklich helfen, wenn der Kopf bei der Sexualität keine Ruhe gibt und sich immer wieder einschaltet und mitredet.

Viele Frauen müssen entspannt sein, um Sex genießen zu können und auch einen Orgasmus zu erleben. Viele Männer hingegen nutzen die Sexualität, um sich zu entspannen. Um die Sexualität lustvoll zu erleben, ist es unumgänglich, dass du entspannt bist. Wenn du dabei immer wieder merkst, dass dir der Stress vom Tag noch im Nacken hängt, habe ich hier für dich einen Artikel, wie du damit umgehst, wenn Stress deine Lust killt.

1. Mit den Alltagssorgen und Problemen abschließen

Oft kreisen viele Gedanken im Kopf herum, von der Arbeit bis zum Haushalt, läuft das Gedankenkarussell. Bei vielen Frauen lassen sich die Gedanken leider nicht wie ein Lichtschalter an und ausknipsen.

Wenn der Sex zur Routine wird, meldet sich der Kopf mit seinen Alltagsgedanken öfter. Dann lässt man sich leichter von Dingen, wie einem vollen Wäschekorb, ablenken. Deswegen ist es wichtig, dass das Schlafzimmer ein Ort der Ruhe & Entspannung ist. Das heißt, dass alles, was dich ablenken könnte, du aus dem Schlafzimmer verbannst.

Oftmals kreisen jedoch die Gedanken, um Alltagssorgen & Probleme. Dabei hilft es, ein Tagebuch zu führen. Da kannst du alle deine Gedanken niederschreiben. Dies ist eine tolle Möglichkeit, um deine Gedanken zu ordnen und die Probleme und Sorgen auf das Papier „zu übertragen“.

2. Rituale schaffen 

Rituale geben uns Sicherheit und helfen uns, auf kommende Situationen besser einzustellen.

Wenn du für dich selbst, vor der Sexualität Rituale schaffst, wie Duschen, ein Bad nehmen oder den Körper verwöhnen mit Body Lotion, hast du die Möglichkeit dich auf die Sexualität besser einzustimmen. Du hilfst dabei deinen Körper sich zu entspannen. Wenn du dir dabei ausmalst, wie der Sex wird, kommst du auch schon in eine sexuelle Stimmung.

Badewanne mit Blumen und Getränk um sich zu entspannen
Bad nehmen vor der Sexualität - Ritual für mehr Entspannung (Foto: Pexels)

3. Auf den Körper konzentrieren

Wenn ein Gedanke aufploppt, kannst du den Gedanken gedanklich auf eine Wolke setzen und weiterziehen lassen. Danach lege den Fokus wieder ganz bewusst auf deinen Körper. Du kannst dabei, die Empfindungen spüren und wie der Körper sich gerade anfühlt.

Dabei kannst du auf deine Atmung achten, deinen Körpertonus, wo und wann welche Körperregion angespannt oder entspannt sind. Deinen Rhythmus zu variieren und dich und deinen Körper zu beobachten, kann dir spannende neue Einblicke bieten. Die Fokussierung auf deinen Körper macht deinen Kopf mit all seinen Gedanken leiser.

 

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4. Lebe eine aktive Sexualität

Wie aktiv bist du bei der Sexualität? Wie viel bewegst du dich? Hast du Ideen für Stellungswechsel? Wenn wir passiv die Sexualität über uns geschehen lassen, haben wir oftmals viel mehr Gedanken im Kopf als wenn wir aktiv etwas tun.

Sex ist nicht immer perfekt und seinen Kopf komplett auszuschalten ist für viele Menschen nur sehr schwer möglich. Wenn Gedanken aufkommen, welche dich ablenken, kannst du eine kurze Pause einlegen und tief ein und ausatmen. Danach kannst du einen Stellungswechsel oder eine andere sexuelle Aktivität machen. Dadurch lenkst du dich von den störenden Gedanken ab und kommst wieder in der Sexualität an.

5. Entspannung beim Sex durch Entspannung im Alltag

Wenn wir in unserem Alltag voller Stress sind, sind wir auch oftmals in der Sexualität unentspannt. Deswegen ist es wichtig, Methoden zu finden, um dich von dem Stress zu lösen und Entspannung zu erfahren.

Wenn du Entspannungsübungen auch in den Alltag integrierst, lernst du, wie du dich generell besser entspannen kannst. Dabei sind geleitete Wahrnehmungsübungen oder Meditationen hilfreich. Such dir dazu am besten einen Platz, wo du ungestört bist und plane Zeit für die Meditation ein.

Auch wenn anfangs deine Gedanken immer wieder abschweifen, hilft eine regelmäßige Achtsamkeits-Pause dazu, dich besser im Alltag und in der Sexualität zu entspannen.

Frau mit Kopfhörer liegt entspannt - Enspannung im Alltag um sich beim Sex entspannen zu können
Entspannung im Alltag hilft um sich beim Sex zu entspannen (Foto: Pexels)

6. Gehe liebevoll mit dir selbst um

Wenn es beim Sex nicht so klappt, wie wir uns das vorstellen, machen wir uns selbst schlecht deswegen. „Nicht mal bei der Sexualität kannst du dich entspannen“ „Du bist eine schlechte Geliebte.“, und viele weitere negative Gedanken kommen auf. Die Wahrheit ist, Sex klappt eben nicht immer, wie wir uns das vorstellen.

Manchmal ist Sex wundervoll, manchmal ganz ok und manchmal scheiße. Sich selbst dafür Vorwürfe zu machen, weil man beispielsweise nicht abschalten konnte bei der Erotik, bringt keinem etwas. Bleibe stets liebevoll zu dir selbst.

Trau dich, deine Gefühle, auch wenn sie negativ sind, bei der Sexualität anzusprechen. Dadurch entsteht eine ganz besondere Verbindung zu deinem*deiner Partner*in und vielleicht fällt es dir, wenn es ausgesprochen ist, leichter dich zu entspannen.

7. Vertrauen zum*zur Partner*in

Dem*Der Sexpartner*in zu vertrauen ist für einige Menschen, die Voraussetzung, dass sie sich vollständig entspannen können, bei der Sexualität.

Am Anfang einer Beziehung wollen viele Menschen nichts falsch machen und bleiben deswegen im Kopf und denken darüber nach, was dem*der Anderen wohl gefallen könnte. Um sich daraus zu befreien, hilft es aktiv zu fragen, ob dies so angenehm ist oder man etwas verändern soll. Wenn man für sich die Gewissheit hat, dass es für den anderen so geil ist wie es ist, kann man sich besser auf die eigene Sinnesempfindung konzentrieren.

Ein Gespräch mit dem Gegenüber über die absoluten No-Gos und über verschiedene Vorlieben bei der Sexualität, hilft vielen Frauen ein größeres Vertrauen zum Gegenüber aufzubauen. Auch während der gemeinsamen Sexualität darf gesprochen werden. Wenn du etwas verändern möchtest, sprich dies am besten gleich aus. Dann brauchst du auch nicht weiter darüber zu grübeln. Wie eine gekonnte Kommunikation über Sexualität aussehen könnte, findest du hier

Paar kuschelt im Bett für enstpannung beim sex
Vertrauen zum*zur Partner*in für mehr Entspannung beim Sex

8. Umarmen bis zur Entspannung

Die Methode „Umarmen bis zur Entspannung“ von Sexual- und Paartherapeut David Schnarch hilft Paaren dabei, ruhiger zu werden und eine Verbindung zum*zur Partner*in aufzubauen. Dabei stehst du auf eigenen Füßen und legst deine Arme um deinen*deine Partner*in. Konzentriere dich, auf dich selbst und beginne ruhig zu werden. Macht die Umarmung so lange, bis ihr euch beide wirklich entspannt fühlt. Dies können 2 Minuten sein oder 20 Minuten.

Im Buch: „Die Psychologie der sexuellen Leidenschaft“ erklärt David Schnarch die genaue Anleitung zur Methode Umarmen bis zur Entspannung. Es kann dir helfen, dich selbst besser zu beruhigen, um auch in der Sexualität entspannter sein zu können.

9. Verhütung klären

Nichts ist unerotischer, als sich ständig Gedanken um die Verhütung zu machen. Die Verhütung vor dem Sex zu klären, ist wichtig, um sich beim Sex entspannen zu können. Wenn du dich mit der gewählten Verhütungsmethode nicht wohlfühlst und ständig Angst hast schwanger zu werden, ist es ratsam die Verhütungsmethode zu wechseln.

Fühlst du dich mit deiner Verhütung wohl und hast keine Sorge schwanger zu werden, wirst du entspannter beim Geschlechtsverkehr sein können.

10. „Wenn es mit dem Kopf ausschalten nicht klappe, könnte man ihn stattdessen für Kopfkino nutzen.“ – Dr. med. Heike Melzer

Wenn dein Kopf in der Sexualität keine Ruhe gibt, nutze ihn für erotische Fantasien. Du kannst dir vorstellen, was dich im Moment noch mehr in Erregung versetzt oder du hast vielleicht eine Lieblingsfantasie, der du dich hingeben kannst. Wenn dein Kopf voller Gedanken ist, versuche deine Gedanken auf etwas Erotisches zu lenken. Dadurch schaffst du dir noch mehr Erregung in der Sexualität.

Es kann einem manches Mal schwerfallen, sich wirklich zu entspannen, um eine lustvolle Sexualität zu erleben. Du kannst dir vor der Sexualität etwas Gutes tun, und dich selbst durch ein Bad, entspannen. Wenn während dem Sex, immer wieder Gedanken kommen, konzentriere dich auf deinen Körper oder nutze deinen Kopf für eine sexuelle Fantasie.

Lustvolle Grüße Claudia

 

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