Sexuelle Lustlosigkeit überwinden – mit 5 starken Tipps zu mehr Lust!

Kennst du das Gefühl, wenn du vergeblich darauf wartest, bis die Lust auf Sex kommt? Die Liebe zum*zur Partner*in ist da, aber auch die sexuelle Lustlosigkeit. Mit diesen 5 starken Tipps lernst du, wie du deine sexuelle Lustlosigkeit überwinden kannst, um dich wieder als sinnliche und lustvolle Frau zu fühlen.

Sexuelle Lustlosigkeit kommt in den verschiedensten Lebenslagen vor. Wenn einem das Leben gerade viel abverlangt ist es verständlich, dass die Lust auf Sexualität sinkt. In Langzeitbeziehungen kommt es ebenfalls häufig zu sex-freien Phasen, selbst dann, wenn die Beziehung stimmt. Wenn sich deine sexuelle Lustlosigkeit jedoch längere Zeit, also über Monate hinzieht und du darunter leidest, ist es wichtig, dir deine Lustlosigkeit genauer anzusehen. Hier findest du verschiedene Gründe, warum du unter einer sexuellen Lustlosigkeit leiden könntest.

Manches Mal hat Sexualität im Leben keinen wichtigen Stellenwert und andere Dinge sind wichtiger. Für einen selbst ist das oftmals kein Problem, wenn aber der*die Partner*in sich mehr Sexualität wünscht, kann dies zu Druck führen. Eine offene Kommunikation ist wichtig, um ein Verständnis für den jeweils anderen zu bekommen.

Paar sitzt in der Natur - Kommunikation
Kommunikation über die Sexualität ist hilfreich, um die sexuelle Lustlosigkeit zu überwinden (Foto:Pexels)

Wenn die Sexualität langweilig ist, trägt dies maßgeblich zu einer sexuellen Unlust bei Frauen bei. Du darfst dich selbst fragen, ob du noch neugierig auf dein Sexleben bist oder die Routine jegliche Spannung beim Sex gekillt hat. Eine schnelle Lösung für mehr Lust auf Sex ist Abwechslung in die partnerschaftliche Sexualität zu bringen.

1. Abwechslung in das Sexleben bringen

Ihr könnt als Paar dafür sorgen, dass euer Liebesleben aufregend und spannend bleibt. Wenn du dich alleine oder ihr euch zu zweit darüber informiert, was ihr Neues in die Sexualität einbringen könnt, macht das Gespräch darüber viel Lust auf Sex.

Dafür könnt ihr gemeinsam einen Online-Sex-Shop durchstöbern und euch gegenseitig sagen, was und warum euch ein bestimmtes Sextoy gefällt. Ihr könnt ein neues Sextoy oder einen gemeinsamen Porno-Film-Abend machen. Wichtig dabei ist, dass du wieder neugierig auf den Sex wirst. Neugierig auf den Sex zwischen euch als Paar und neugierig auf einen selbst und seine Sexualität.

Gespräche mit deinem*deiner Partner*in können ebenfalls dazu führen, dass ihr Abwechslung in die Sexualität bringt. In einer angenehmen Atmosphäre könnt ihr euch über eure sexuellen Wünsche, Fantasien oder Erfahrungen erzählen. Ihr könnt euch erzählen, was ihr ganz besonders gerne beim Sex mit dem*der Anderen mögt und was für sexuelle Fähigkeiten ihr besonders an ihm*ihr schätzt. Ihr könnt auch in Erinnerung schwelgen, wie euer Sex am Anfang eurer Beziehung war und wie er sich verändert hat. Vielleicht gibt es etwas, dass du wieder in euer Sexleben integrieren möchtest. Konzentriere dich beim Gespräch auf all das, was in eurem Sexleben positiv läuft und bleibe neugierig auf euren Sex.

2. Dich wieder als sinnliche und lustvolle Frau fühlen

Wann hast du dich zuletzt als sinnliche und lustvolle Frau gefühlt?

Wenn dies bei dir schon eine ganze Zeit zurückliegt, kann der Schlüssel, um seine sexuelle Lustlosigkeit zu überwinden, darin liegen, sich wieder sexuell sinnlich zu fühlen. Auf Knopfdruck lustvoll zu sein und Sex zu wollen, fällt vielen Frauen schwer. Deswegen darf frau sich Sinnlichkeit und lustvolle Momente im Leben bewusst planen und gönnen.

Sinnlichkeit beschreibt das angenehme Erleben durch die Sinne. Manche Frauen fühlen sich durch Musik oder einen Tanz sinnlich, für andere ist es eine Massage. Viele Frauen fühlen sich bei einem Date mit schöner Kleidung sinnlich, für andere ist es das bewusste Eincremen der Haut. Es gibt verschiedene Arten sich im Alltag sinnlich zu fühlen, das achtsame spüren, ob das Gefühl der Sinnlichkeit aufkommt, ist dabei entscheidend.

Sexuelle Sinnlichkeit ist ein Gefühl, welches du in dir spürst. Mit verschiedenen Anregungen von außen, gelingt es oftmals leichter, sich sexuell sinnlich zu fühlen. Solche Anregungen können sein: sexy Unterwäsche, ein sinnlicher Duft oder ein angenehmes Bad. Gemeinsam mit dem*der Partner*in stärkt ihr eure Sinnlichkeit, indem ihr mehr Händchen haltet, euch sinnlich küsst oder euch gegenseitig massiert.

frau berührt sich sinnlich
Sich sexuell sinnlich zu fühlen, hilft gegen eine sexuelle Lustlosigkeit. (Foto: Pexels)

Die Lust fängt bei einem selbst an. Deswegen darfst du deine Lust in dir wieder erwecken.

Um sich selbst wieder als lustvolle Frau wahrzunehmen, benötigt es Zeit. Denn sich auf Knopfdruck sinnlich und lustvoll zu fühlen ist kaum möglich. Deswegen darfst du dir die Zeit für dich nehmen, um vom Alltag zu entspannen. Die Zeit für eine Tasse Tee oder Kaffee ohne Ablenkung vom Handy bringt oftmals viel Entspannung und Genuss mit sich. Wenn wir uns für die genussvollen Momente im Leben bewusster Zeit nehmen und uns diesen hingeben, stärkt dies unsere sinnliche Wahrnehmung. 

3. Raum für die Lust schaffen

Wie oft hättest du schon einen Anflug von Lust auf Sex verspürt, ihn aber wieder weggewischt, weil du morgen einen anstrengenden Tag vor dir hattest? Wie oft hast du ein Funken zwischen dir und deinen Lieblingsmenschen verspürt, hast diesen Funken aber nicht weiterverfolgt, weil der Abwasch, die Kinder, das Essen, die Arbeit, ec. auf dich warteten?

Wenn du deine sexuelle Lustlosigkeit überwinden möchtest, darfst du jegliche mögliche Gefühlsregung, welche in Richtung Lust und Sinnlichkeit geht, wahrnehmen. Dies kann ein kurzer Funke sein – ein Hauch von einer lustvollen Empfindung. Dies muss auch nicht sofort etwas mit Sex zu tun haben. Sich die Gewohnheit zu schaffen, lustvolle und sinnliche Momente wahrzunehmen, wirkt sich positiv auf die sexuelle Lust aus. Ebenfalls trainierst du durch das Wahrnehmen der genussvollen Momente in deinem Leben, deine Lustfähigkeit.

Wenn Lust auf einen passenden Kontext trifft, kann daraus eine lustvolle Begegnung entstehen. Deswegen ist es wichtig, die Lustfähigkeit im Alltag zu trainieren und sich einen passenden Kontext für die Sexualität zu schaffen.

Ein passender Kontext für die Sexualität ist beispielsweise genügend Zeit, Kinder versorgt und schlafen tief und fest, Schlafzimmer aufgeräumt, genügend Energie für die Sexualität zu haben, keine wichtigen Termine am nächsten Tag, kein Fernseher, welcher nebenbei läuft, eine liebevolle Stimmung zum*zur Partner*in und alles, was du brauchst, um dich gut auf eine erotische Begegnung einlassen zu können.

Wenn im Leben viel los ist, scheint es oftmals eine Glückssache zu sein, einen guten Kontext für die Sexualität zu haben. Wenn du dir jedoch bewusstwirst, welchen Kontext du benötigst, um dich auf Sex einlassen zu können, lässt sich dies leichter organisieren als ohne dieses Wissen. Es gilt, sich die Gegebenheiten zu schaffen, welche benötigt werden, um in die Lust kommen zu können.

Wie viel Zeit planst du für deine Lust und deine Sexualität ein?

Wenn in deinem Leben keine Zeit bleibt für die lustvollen Momente, darfst du dich bewusst hinsetzen und planen, wie du mehr Genuss und Lust in dein Leben bringst. Viele Menschen hetzen von einem Termin zum nächsten und die Lust bleibt auf der Strecke.

Wenn deine Lebensumstände wahre Lustkiller birgt, kann das Einplanen von Pausen und genussvollen Momenten ein Wohlgenuss sein. Sich selbst den Raum und die Zeit für die Sexualität zu gönnen, kann dir mehr Wohlergehen und Energie für deinen Alltag geben. Wenn Stress deine Lust killt, erfährst du hier, was du dagegen tun kannst.

 

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4. Wie geht es deiner Vagina heute?

„Das größte Sexualorgan sitzt im Gehirn“ – dieser vielfach gesagte Satz mag zwar stimmen, jedoch trägt der Körper maßgeblich zum Empfinden bei. Wir dürfen diesen Körper, mit welchem wir die Welt begreifen können, Anerkennung und Dankbarkeit schenken. Dankbar sein für all das, was wir mit diesem Körper erleben dürfen. All die Umarmungen, Küsse und Zärtlichkeiten, welche wir spüren dürfen. All die Dinge, die wir tagtäglich leisten können.

In einem gesunden Körper zu leben und all die Empfindungen spüren zu können ist wundervoll. In dieser verkopften Gesellschaft, in welcher wir leben, ist es umso wichtiger immer wieder in seinen Körper hineinzuhorchen und zu spüren. Was braucht mein Körper, um sich gut zu fühlen?

Ebenso darfst du auch deine Vagina und Vulva immer wieder bewusst spüren.

Den oftmals vergessen wir unser weibliches Geschlecht im Alltag. Nur auf der Toilette, beim Wechseln eines Tampons oder Menstruationstasse wird sie wahrgenommen. Beim Sex soll die Vagina dann funktionieren, so wie frau das möchte. Seinen Körper zu berühren und zu streicheln gibt ein gutes Gefühl und unterstützt deine positive Verbindung zu ihm. Genauso ist es bei deiner Vulva und Vagina. Je öfter du dich mit ihr in einem positiven Rahmen beschäftigst, desto besser wird deine Verbindung zu ihr. Deswegen frage dich öfter mal: „Wie geht es meiner Vagina und Vulva heute?“

Denn es benötigt genau diese positive Verbindung, zu deinem Körper und deiner Vulvina, um sich mehr lustvolle Gefühle aus dem Sex zu holen. Dazu darfst du immer wieder dein Geschlecht spüren, begreifen und erkunden.

Bauch und verdeckter Intimbereich der Frau mit Mango und Papaya
Durch bewusste Wahrnehmung förderst du eine positive Verbindung zu deinem Geschlecht. (Foto: Pexels)

5. Dein sexuelles Potenzial ausschöpfen

Um deine sexuelle Lustlosigkeit zu überwinden, darfst du dich fragen: „Lebe ich den Sex, welchen ich haben möchte? Oder finde ich den Sex langweilig?“ Meist hat es Gründe, warum dieses Symptom der sexuellen Unlust auftritt.

Oftmals zeigen sich Unstimmigkeiten im Leben, in der Sexualität früher als im Alltag. Beispielsweise, wenn du viel Stress hast oder mit ständiger Müdigkeit zu kämpfen hast. Dies kann in der Sexualität stärker zum Ausdruck kommen als im Alltag, indem wir funktionieren. Es kann eben auch sein, dass du dir einen anderen Sex wünschst, als du hast. Dafür darfst du dich fragen:

„Wie sieht eine gute Sexualität für mich aus?“

Die Antwort auf diese Frage ist ein Prozess, welcher ein Leben lang andauert. Sexualität ist kein statischer Zustand. Vorlieben, Fantasien und Gewohnheiten dürfen sich verändern und jeder Mensch hat die Möglichkeit sich sexuell weiterzuentwickeln. Sich selbst und seine Sexualität gut zu kennen ist die Voraussetzung, um sich eine gute partnerschaftliche Sexualität aufzubauen.

Sich auch mal sexuell herauszufordern und etwas bewusst anders zu machen, kann ebenfalls eine Bereicherung sein. Wenn du beispielsweise eine sehr auf den Orgasmus gerichtete Sexualität lebst, kannst du versuchen, wie es ist, wenn du das Ziel außen vorlässt und dich ganz auf die gegenwärtige Sexualität konzentrierst. Wenn es dir vor allem wichtig ist, deine Lust zu spüren in der Sexualität, wie fühlt es sich an, wenn du dich ebenfalls auf deine Erregung und deinen Orgasmus konzentrierst?

Die Art und Weise, wie wir Sexualität leben und wie wir die Erregung bis zu einem Orgasmus steigern, ergibt für den Körper absolut Sinn. Du befriedigst dich beim Solo-Sex beispielsweise so, wie du deine Erregung am besten steigerst und zum Orgasmus kommst. Die Sexualität bietet jedoch noch viel mehr Facetten. Um dies zu erleben braucht es Neugierde und den Willen sich in der Sexualität weiterzuentwickeln.

Wenn du dich selbst erkundest und dich mit verschiedenen Formen und Arten der Sexualität beschäftigst, lernst du Schritt für Schritt die Frage, wie eine gute Sexualität für dich aussieht, zu beantworten.

 

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Wenn du dich ehrlich damit beschäftigst, was der Grund für deine Lustlosigkeit ist, kannst du Lösungen für dein Problem finden. Sich im eigenen Körper wohl zu fühlen und die eigene innere lustvolle Frau gut zu spüren ist ein wichtiger Baustein für die Lust auf Sexualität. Wenn du dir die Sexualität schaffst, von welcher du träumst, kannst du deine sexuelle Lustlosigkeit überwinden.

Lustvolle Grüße Claudia

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